Zur Person
Giordano Lucà, geboren 1988 in Rom, nahm bereits mit 16 Jahren an einer Meisterklasse der Sopranistin Katia Ricciarelli teil, die sofort sein bemerkenswertes Talent erkannte. Es folgten weitere Meisterkurse bei so großen Künstler*innen wie Enzo Dara und Monserrat Caballé. 2007 nahm er schließlich sein Gesangsstudium auf, zunächst am Konservatorium »Giuseppe Verdi« in Mailand, später unter anderem bei Clizia Aloisi und Sergio La Stella in Rom. Im selben Jahr noch gewann er den Mario-Lanza-Preis beim Wettbewerb in Filignano, zwei Jahre später war er Finalist und Gewinner des Publikums-Preises beim BBC-Wettbewerb »Cardiff Singer of the World«. 2010 wurde er mit dem zweiten Preis bei dem von Placido Domingo ins Leben gerufene »Operalia«-Wettbewerb an der Mailänder Scala ausgezeichnet.  
Seit seinem Debüt als Herzog von Mantua (Rigoletto) 2010 in Padua ist der junge Tenor international ein gefragter Gast. Engagements führten ihn unter anderem als Rodolfo (La Bohème) an das Teatro San Carlo nach Neapel sowie nach Rovigo, Mumbay, an die Portland Opera und an die Opera Fort Worth, als Alfredo (La Traviata) nach Tallinn, Klagenfurt und zu den Tiroler Festspielen in Erl sowie als Edgardo (Lucia di Lammermoor) an das Teatro Verdi nach Padua, an die Staatsoper Budapest und zum Veneto-Festival. In Padua und Veneto trat er zudem als Nemorino (L’elisir d’amore) auf und war als Roberto (Maria Stuart) in Klagenfurt, als Rigoletto-Herzog beim Ravenna-Festival sowie als Ismael (Nabucco) im Concertgebouw Amsterdam zu hören. Bei einem Konzert 2019 in Tokio sang er mit überwältigendem Erfolg Auszüge aus Rigoletto unter der musikalischen Leitung von Riccardo Muti.

Am Staatstheater Kassel stellt er sich erstmals in der Spielzeit 2020–21 als Alfredo Germont in L’ultimo Sogno – Der letzte Traum / Annäherung an La Traviata von Carlo Ciceri / Giuseppe Verdi vor.
Aktuelle Produktionen

L'ultimo sogno – Der letzte Traum

Annäherung an La Traviata
von Carlo Ciceri / Giuseppe Verdi | Text: Francesco Maria Piave nach Die Kameliendame von Alexandre Dumas