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Impro-Show JUST: »MORE DRAMA, BABY!«

mit den Mitgliedern des ImproClubs des Staatstheaters Kassel
http://www.staatstheater-kassel.de/ Staatstheater Kassel Friedrichsplatz 15, 34117 Kassel

Inhalt
Vergessen Sie Netflix, Youtube und Co! Wir werden an diesem Abend mit den Spieler*innen des ImproClubs und Ihnen gemeinsam durch sämtliche TV-, Film- und Theaterknatterchargen rasen, dass jeder Ladebalken erblassen wird!
Neu auf der Playlist des Abends wird das Format »more drama, baby« sein, bei dem Sie mit uns gemeinsam eine Geschichte und Figuren erfinden. Für welches Genre Sie sich auch immer entscheiden, Soap, Dokudrama, Kostümschinken oder eine nie verfilmte deutsche Variante von Game of Thrones – wir werden diese Geschichte unerbittlich in den nächsten Wochen bis zum Ende der Spielzeit fortsetzen und zu einem furiosen Finale bringen. Und das soll es noch nicht gewesen sein! Sie bestimmen, wann Cliffhanger sitzen und SIE werden Teaserregie für die nächste Improshow führen – ganz im Sinne von: more drama, baby!

Besetzung
Regie
Pressestimmen
HNA, Leonie Wessel
Das Theater lebt von der raschen Auffassungsgabe der Spieler, die zu grotesken Akten und hinreißend witziger Situationskomik führt.
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26. Februar 2019
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HNA  26. Februar 2019

Und plötzlich ein Meteoriteneinschlag

Das Theater lebt von der raschen Auffassungsgabe der Spieler, die zu grotesken Akten und hinreißend witziger Situationskomik führt.
Kassel - "Fünf, vier, drei, zwei, eins - go!" zählt das Publikum ein. Auf der Bühne: Eine ohnmächtige Person wird von zwei anderen an Beinen und Armen ins Bett gelegt, abgehört, man spürt die Panik, die Sorge. "Das sieht nicht gut aus." Was ist zu tun? Als letzte Hilfe wird die Bettpfanne geholt, dann ertönt ,,Alles noch mal, aber in nur 30 Sekunden".

Dies ist eine Szene aus dem Stück "Herzscheiße". Sagt Ihnen nichts? Wurde auch gerade erst erfunden - in der lmprovisationstheater-Show des Theaters im Fridericianum (tif). "More Drama, Baby!" heißt das neue Format, bei dem das Publikum aktiv in die Entwicklung der Handlung eingebunden wird. Aber die Furcht der Besucher in der ersten Reihe ist grundlos, denn auf die Bühne kommen muss man nicht. Dafür aber Ideen und unerwartete Wendungen einwerfen, die das Geschehen des Schauspiels von da an bestimmen. Zu Beginn der Show entschied sich das Publikum per Applausometer für drei Titel: "Der Zwerg und das Fahrrad", "Morgens Stürmchen, abends Liebe" und "Herzscheiße", die nun durch die Fantasie, Assoziation und Improvisation der Spieler zum Leben erweckt und zu einem Theaterstück werden sollten.

Mitten in einer so entstandenen Ausgrabungs-Szene fragt Regisseur Thomas Hof das Publikum "Was passiert jetzt?" "Ein Meteorit schlägt ein!". Blitzschnell formt eine Spielerin die Arme zum Kreis über dem Kopf, rennt schreiend in die Szenerie und lässt sich auf den Boden plumpsen. Absurd und genial.

Das Theater lebt von der raschen Auffassungsgabe der Spieler, die zu grotesken Akten und hinreißend witziger Situationskomik führt. Bald kristallisieren sich zwei, drei Entertainer heraus, die sich jeder Szene annehmen und sie zu ihrer machen können. Andere sind nur kurze Zeit im Einsatz, sodass man sich für diese fast mehr Integration durch die Regie wünscht. Ansonsten aber bleibt man wunschlos glücklich.
Leonie Wessel