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Paula Rosolen / Haptic Hide

Punk‽


Inhalt
»I wanna be anarchy« – vor 40 Jahren markierte dieses Statement von Johnny Rotten, Sänger der legendären Sex Pistols, den Höhepunkt einer neuen Ära. Der Punkrock war geboren. Und Punk war nicht nur Musik, sondern eine Lebenseinstellung. Er lehnte den status quo aus einem nihilistischen Glauben heraus ab – bekämpfte die Konsumgesellschaft mit ihren Werten und ihrer Ästhetik – und hob statt dessen das Unperfekte und Raue hervor.
Was bleibt nun vom Punk, einer Subkultur, dessen visuelle Sprache zunehmend den Weg in die Modebranche und die Mainstream-Kultur fand? In ihrem Stück sucht Paula Rosolen – mit Hilfe von angrenzenden Themen in Form von Tanz – nach den Spuren des Punks. Sie geht zurück zu den Wurzeln und filtert seine spezielle Körperlichkeit, seine Bewegungsmöglichkeiten heraus. Ebenso wie in ihren früheren Produktionen findet sie unerwartete Verbindungen und mischt die Punk-Bewegung mit zeitgleichen Entwicklungen des postmodernen Tanzes.
»Punk‽ ist als themenzentriertes Stück vor allem gut, weil es sich nicht auf eine Lesart oder einen Assoziationsstrang festlegt. Punk wird hier ebenso als massenkompatibles Pophäppchen dargestellt wie auch als Wunsch nach Selbstzerstörung. […] Punk‽ ist sich des Romantisierungsrisikos stets bewusst und weiß damit umzugehen. Es entgeht der Eindimensionalität mit einer Mischung aus West Side Story, Drogenrausch und Diskurs.«

Frankfurter Rundschau
Trailer
Über die Choreografin
Paula Rosolen
Choreografin
Paula Rosolen studierte Tanz an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt am Main und erhielt ihren Master in Choreografie an der Justus-Liebig-University in Gießen. In Ihren Choreografien arbeitet sie im Grenzbereich von Tanz, Performance, Musik und Theater. Rosolen verfolgt das Ziel, den Tanz, der der populären Kultur und den weltlichen Aktivitäten innewohnt, sichtbar zu machen, indem sie diese Sujets unter einem bestimmten Gesichtspunkt betrachtet und dann in einen fremden setzt. Sie erhielt den ersten Preis des Wettbewerbs Danse Élargie, der vom Théâtre de la Ville in Paris und dem Musée de la Danse ausgerichtet wurde. Rosolens Arbeiten wurden auf der Deutschen Tanzplattform, dem Künstlerhaus Mousonturm in Frankfurt, dem Frankfurt LAB, dem deSingel Arts Campus in Antwerpen, dem Theaterfestival Basel, dem Théâtre de la Ville Paris, dem Centro Cultural de la Cooperación in Buenos Aires, den Sophiensælen in Berlin ZKM Karlsruhe, dem Museum Wiesbaden, dem Kampnagel in Hamburg, dem DPAC in Kuala Lumpur und dem Dance New Air Festival in Tokio gezeigt. Rosolen hatte Residenzen in Institutionen wie dem K3 Zentrum für Choreographie in Hamburg, Workspace Brüssel, dem Hessischen Staatsballett, sowie in der Villa Kamogava des Goethe-Instituts in Kyoto und der Saison Foundation in Tokio.
Hessische Theatertage 2019
Hessens Theaterlandschaft zu Gast in Kassel: Erleben Sie zwischen dem 11. und dem 18. Mai 2019 Schauspiel, Tanz und Performances aus Darmstadt, Frankfurt, Gießen, Marburg, Wiesbaden und natürlich Kassel. Alle Angebote gibt es zu besonders günstigen Preisen!

Eine Woche lang sind institutionelles Theater und die freie Theaterszene an einem Ort vereint und in ihrer Vielfalt im Schauspielhaus, im tif und an weiteren Orten erfahrbar.

Begleitet wird das umfangreiche Programm von Gesprächen, Lesungen, Konzerten und natürlich Partys. Genießen und feiern Sie mit uns! Und stimmen Sie für Ihr Lieblingstheaterstück im Rahmen des Publikumspreises ab.
Besetzung
Konzept und Regie
Paula Rosolen
Musik
Nicolas Fehr, Nico Stallmann
Kostüme
Takako Senda
Technische Leitung
Sebastian Schackert
Regie- / Choreografieassistenz
Omar Gordon
Produktionsleitung
Ingrida Gerbutavičiūtė
Tänzer*in
Cindy Hammer
Tänzer*in
Paula Rosolen
Tänzer*in
Douglas ­Bateman
Tänzer*in
Stephan Quinci

Eine Produktion von Paula Rosolen / Haptic Hide in Koproduktion mit dem Künstlerhaus Mousonturm im Rahmen der Tanzplattform Rhein-Main. Mit freundlicher Unterstützung des Kultur­amts Frankfurt am Main. Unterstützt von der FAZIT-Foundation und dem Derida Dance Center Sofia. Mit Dank an Apparat Athens.