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Jazz im tif zu Gast im Schauspielhaus

LANDSCAPES – Markus Stockhausen | Ferenc Snétberger

präsentiert vom Förderverein Kasseler Jazzmusik e.V.
6. September 2020
Gastspiel
So 06 Sep

19:30 Uhr
http://www.staatstheater-kassel.de/ Staatstheater Kassel Friedrichsplatz 15, 34117 Kassel

Programm
Markus Stockhausen, einer der weltweit profiliertesten Trompeter mit großer Variationsbreite, hat mit Ferenc Snétberger einen der besten akustischen Gitarristen und kongenialen Duopartner an seiner Seite. Ihr Duo Landscapes ist einzigartig. Zusammen entspinnen sie auf der Bühne einen intimen und einfühlsamen Dialog zwischen Trompete und Gitarre. Er zeugt nicht nur von musikalischer Erstklassigkeit, sondern ebenso davon, dass die Chemie zwischen den beiden Musikern stimmt. Es ist ein Zusammentreffen zweier Charaktere, die auf intuitive Art und Weise miteinander zu kommunizieren wissen. Ihr Zusammenspiel wird zu einer spannungsvollen musikalischen Gratwanderung im Grenzbereich zwischen Jazz, klassischer Musik und Weltmusik.

Markus Stockhausen und Ferenc Snétberger lernten sich 1999 anlässlich der Einspielung der CD For my People (enja) kennen. Schnell fanden der ungarische Gitarrenvirtuose und der exzellente Trompeter Markus Stockhausen im Verlauf ihrer Arbeit zu einer gemeinsamen Sprache. Landscapes war dieses erste Zusammentreffen von Markus Stockhausen mit Ferenc Snétberger überschrieben. Mit Streams folgte 2007 die langerwartete Duo CD, die hervorragende Kritiken erntete. Auch eine Quartett-Aufnahme erfolgte 2002 zusammen mit Arild Andersen (Bass) und Patrice Héral (drums). Joyosa nennt sich diese CD, eine der meistverkauften Jazz CDs von Markus Stockhausen.

Ferenc Snétberger aber und sein trompetendes Alter Ego Markus Stockhausen musizieren wieder, als gäbe es nichts Selbstverständlicheres als solch ein Duo. ... Die Gitarre sprüht Feuer aus offenen und gegriffenen Saiten, die Trompete klingt fast wie eine Flöte. ... Ein paar Akkorde, ein paar Trompetentöne, und eine Welt entsteht – reduktive Kunst, asiatisch in der Poetik, polyglott in der Botschaft... So haben wir hier vor allem Musik großer Wärme und Menschlichkeit, Musik, die nicht vergeblich nach gemeinsamen Nennern in Kulturen fahndet, sondern sie genau erkannt hat. Musik, die vielleicht dem am nächsten kommt, was man »Weltmusik« nennt. Ein wunderbares Album von großer emotionaler Kraft für Menschen mit großem Horizont und offenen Herzen.

Alexander Schmitz
Jazz Podium 11/2007