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Medea

von Euripides | Deutsch von Holger Teschke nach einer Interlinearübersetzung von Heinrich Kuch unter Verwendung von zwei Passagen aus Heiner Müller, MEDEAMATERIAL | Fassung: Johanna Wehner
Deutsch von Holger Teschke
PREMIERE 17. Oktober 2020
Nachgeholte Premiere aus der Spielzeit 2019–2020
Mi 16 Dez

Jason hat mit Medeas Hilfe das Goldene Vlies geraubt und aus Dank die Fremde geheiratet. Nun soll sie mit den gemeinsamen Kindern vom Hof König Kreons verbannt werden – denn Jason hat sich in Kreons Tochter verliebt. Zum Schein geht sie darauf ein. Ihre Rache fällt maßlos aus. ∆ INSZENIERUNG Johanna Wehner
19:30 — 21:30 Uhr
http://www.staatstheater-kassel.de/ Staatstheater Kassel Friedrichsplatz 15, 34117 Kassel
So 27 Dez

Jason hat mit Medeas Hilfe das Goldene Vlies geraubt und aus Dank die Fremde geheiratet. Nun soll sie mit den gemeinsamen Kindern vom Hof König Kreons verbannt werden – denn Jason hat sich in Kreons Tochter verliebt. Zum Schein geht sie darauf ein. Ihre Rache fällt maßlos aus. ∆ INSZENIERUNG Johanna Wehner
19:30 — 21:30 Uhr
http://www.staatstheater-kassel.de/ Staatstheater Kassel Friedrichsplatz 15, 34117 Kassel

Inhalt
Glück    |    Unglück    |    Rache
Die Kolcher, aus Ägypten stammend, siedelten südlich des Kaukasus an der Ostküste des Schwarzen Meers. Ihr König Aietes soll einen Garten mit Heil- und Giftpflanzen besessen haben und auch sonst der Zauberkünste mächtig gewesen sein. Seine Tochter Medea verriet ihn aber ungeachtet seiner Macht. Sie hatte sich in Jason verliebt, der nach Kolchis gekommen war, um das berühmte Goldene Vlies zu rauben. Die Flucht mit der Beute gelingt dank der schnellen »Argo«, Jason bringt Medea in seine Heimat Korinth und heiratet sie. Als Euripides 431 v. Chr. seine Version der Argonautensage schreibt, beginnt er in dem Augenblick, da Kreon, König von Korinth, Medea und ihre zwei kleinen Kinder in die Verbannung schicken will – Jason hatte sich in Kreons Tochter Glauke verliebt. Vielleicht erscheint die zauberkundige Fremde den Griechen in dieser Situation als Gefahr? Jason sucht Medea seine Heirat mit der Königstochter als Aufstiegsmöglichkeit für ihre Kinder darzustellen. Zum Schein geht sie, die Geflohene und Heimatlose, darauf ein und lässt sich heimlich vom König von Athen Asyl versprechen. Dann schreitet sie zur Tat. Und ihre Rache fällt maßlos aus.

Unzählige weitere Bearbeitungen des Stoffes sind inzwischen entstanden und alle entzünden ihre Phantasie an der Frage: Wie kann eine Frau ihre eigenen Kinder töten? Was gibt es Dunkles in uns Menschen, welcher Ort unseres Inneren beherbergt solche Grausamkeit? Dabei bleibt die Ironie der Geschichte, dass Euripides mutmaßlich gerade diese Ungeheuerlichkeit dem alten Mythos hinzugefügt hat. Vorversionen berichteten nämlich, dass Medea zwar die Königstochter vergiftet habe, die beiden Kinder dann aber vom griechischen Mob zur Vergeltung gesteinigt wurden.
Pressestimmen
HNA, Gesa Esterer
Großartiges Bühnenstück, das in der modernen Inszenierung überzeugt.
zur Startseite der HNA
19. Oktober 2020
German Daily News, Mario Graß
Zu Recht spendet das Publikum starken Applaus und Bravo-Rufe für ein überzeugendes Ensemble und eine anregende Annäherung an die Jahrtausende alte Tragödie. Bei der Gestaltung ihrer Rolle haben Rahel Weiss »alle Kolleg*innen auf, aber auch vor allem hinter der Bühne« geholfen.
German Daily News
7. November 2020
nachtkritik, Max Florian Kühlem
[...] gelingt das Kunststück, gleichzeitig konsequentes Corona-Theater und trotzdem anregendes, körperliches, psychologisches Sprech- und Diskurstheater zu schaffen. [...] riesigen Jubel und lang anhaltenden Applaus.
nachtkritik
18. Oktober 2020