Aktuelles

Die ABO-CARD 40+
Das kostenfreie Brücken-Abo für unsere Abonnent*innen

Auch in der Spielzeit 2020-21 wird der Theaterbetrieb nur unter besonderen Schutz- und Hygienevorschriften stattfinden können, sodass die Planung regulärer Abonnements-Vorstellungen vorerst nicht möglich ist. Um die Abonnements zu überbrücken und als Dankeschön für die Loyalität und die Großzügigkeit, mit der viele auf die Rückerstattung ihrer Beiträge verzichtet haben, erhalten unsere Abonnent*innen kostenlos die als Brücken-Abo entwickelte ABO-CARD 40+. Mit dieser Karte, die den Abonnent*innen automatisch zugesandt wird, erhalten sie 40 Prozent Rabatt auf den Eintritt in beliebig viele Vorstellungen aller Sparten von Tanz bis Konzert (ausgenommen sind nur die Ring-Zyklen). Die Ersparnis entspricht dabei der eines Abonnements.
Ihre regulären Abo-Karten und die dazugehörigen Rechnungen erhalten Abonnent*innen, wenn die vollständige Sitzplatz-Kapazität wieder angeboten werden kann.

  • Die Gültigkeit der ABO-CARD 40+ beginnt mit der Spielzeit 2020/21 und endet mit dem Einsetzen des regulären Abonnements.
  • Mit der ABO-CARD 40+ erhalten Sie auf eine Karte pro Vorstellung 40 % Rabatt – Ausgenommen sind die Ring-Vorstellungen.
  • Sie können die ABO-CARD 40+ für eine beliebige Anzahl an Vorstellungen spartenübergreifend für Oper, Schauspiel, Konzert und Tanz einsetzen.
  • Der Preisvorteil entspricht der Ersparnis, die Sie auch über Ihr Abonnement erhielten.
  • Sie haben weiterhin ein Vorkaufsrecht von zwei Tagen vor allen anderen Kartenkäufer*innen
  • Die ABO-CARD 40+ wie bisher auch als Parkkarte einsetzen.

Die ABO-CARD 40+ gilt ausschließlich für unsere Abonnent*innen. Für alle weitere Besucher*innen gelten die bisherigen Ermäßigungen.

Unser Spielbetrieb unter Corona-Bedingungen
[Stand:03.07.2020]
Aufgrund der neuen Lockerungen konnten wir ab dem 30. Mai den Spielbetrieb wieder aufnehmen. Einen Spielbetrieb mit voller Platzkapazität wird allerdings in absehbarer Zeit – d.h. auch zu Beginn der Spielzeit 2020-21 – noch nicht möglich sein. Sowohl unsere Produktionen als auch das Platzkontingent werden entsprechend den aktuellen Entwicklungen angepasst und gegebenenfalls geändert.

Pressekonferenz zur Vorstellung der Spielzeit 2020-21
v.l.n.r.: Johannes Wieland (Tanzdirektor und Hauschoreograf), Martina van Boxen (Leiterin des JUST – Junges Staatstheater), Francesco Angelico (Generalmusikdirektor), Michael Volk (Chefdramaturg), Dr. Ursula Benzing (Operndirektorin), Thomas Bockelmann (Intendant) Foto: N. Klinger
[Stand: 29. April 2020]
»Ja, mach nur einen Plan! Sei nur ein großes Licht! Und mach dann noch’nen zweiten Plan. Gehn tun sie beide nicht.«, mit diesem Zitat Brechts eröffnete Intendant Thomas Bockelmann mit Blick auf die aktuelle Situation die heutige Pressekonferenz zur kommenden Spielzeit 2020-21. Bis jetzt haben wir noch keine offizielle Meldung darüber, wie und ob es in dieser Spielzeit weitergehen kann.

Die Aufzeichnung des Livestreams der Pressekonferenz für die kommende Spielzeit, die die letzte Spielzeit unter Intendant Thomas Bockelmann sein wird und, die unter dem Motto Transition steht können Sie sich weiterhin auf unserem YouTube-Kanal anschauen.
»Natürlich hätte ich mir den Start in die letzte Spielzeit ein bisschen anders gewünscht, aber wir werden alles tun – dafür verbürge ich mich – selbst unter schwersten Bedingungen und unter größten Einschränkungen, auf jeden Fall Anfang der Spielzeit wieder zu spielen! Und wenn wir Abstandsgebote einhalten müssen, spielen wir trotzdem! Und wenn wir nur vor hundert Leuten spielen können anstatt vor 500, spielen wir trotzdem! Ich möchte nämlich nicht, dass die Leute sich daran gewöhnen, dass es in Kassel kein Theater mehr gibt. Das MUSS weitergehen. Das ist sehr wichtig!«

Intendant Thomas Bockelmann
Wir freuen uns, das Programm der kommenden Spielzeit mit Ihnen teilen zu dürfen und auch darauf, einige Produktionen, die für diese Spielzeit geplant waren, mit in die neue Theatersaison nehmen zu können. Neben den verschobenen Premieren und Uraufführungen gibt es natürlich auch ein großes, neues Programm. 

Wir haben für Sie Premierenübersicht sowie eine Übersicht der Wiederaufnahmen erstellt, außerdem wird es natürlich viele Gastspiele und eine große Konzertvielfalt geben.

Das Spielzeitheft 2020-21
gibt es ab sofort unter unseren
Publikationen zum Durchstöbern
und wir hoffen für ein bisschen
Vorfreude sorgen zu können.

»We are all in this.« Statement unseres Tanzensembles zu Rassismus und Polizeigewalt.
Foto: Cree Barnett Williams, Luca Ghedini, Morgan Bobrow-Williams, Safet Mistele, Dafni Krazoudi, Shafiki Sseggayi aus ANARCHY OF THE BODY (2018); Copyright: N. Klinger
»Das geht uns alle an.« // »We are all in this.«
(English version below)

Die Tanzkompanie des Staatstheater Kassel, in der Vielfalt und Unterschiedlichkeit ihrer Tänzer*innen, steht für Gleichberechtigung und Inklusion. Für uns, wie für alle, die sich gegen Diskriminierung aussprechen, ist es unerträglich zu sehen, dass Rassismus sich in all seinen brutalen, aber eben auch ganz alltäglichen Formen immer wieder Bahn bricht. Rassismus ist eine alte und permanente, weltweite Bedrohung, auch hier in Deutschland.

In unserer Kompanie diskutieren wir regelmäßig die aktuellen gesellschaftspolitischen Vorgänge und wie sie auf die Welt einwirken. Viele dieser Themen finden ihren Weg in unsere Stücke, die wir so leidenschaftlich erschaffen.

Diesmal ist es anders. Innerhalb unserer Gruppe zu diskutieren, erscheint uns nicht genug. Der brutale Mord an George Floyd in den USA und die daraus resultierenden Proteste verlangen nach einer öffentlichen Stellungnahme.

• Es ist erschreckend zu sehen, wie der Präsident der Vereinigten Staaten die eigene Bevölkerung mit dem Militär bedroht und die Polizei zu brutalen Übergriffen anstachelt. Dieses Ausmaß an hemmungslos rassistischem Verhalten zeigt sein wahres Gesicht ausgerechnet in einem Land, welches Freiheit und demokratische Werte behauptet und in der Verfassung verankert hat.

• Es ist ernüchternd zu sehen, wie die Ungerechtigkeit gegen die Schwarze Gemeinschaft in den USA erneut aufflammt. Die Unfähigkeit, sogar der Unwillen der Regierung, Strukturen und Muster des Rassismus zu zerschlagen, ist entmutigend.

• Es ist unerträglich zu sehen, wie Teile der Polizei wiederholt versuchen, die freie Presse und die Zivilgesellschaft hochaggressiv und kalkuliert einzuschüchtern und daran zu hindern, die Ereignisse umfassend zu dokumentieren und aufzuklären. Dies mit der Deckung durch einen Präsidenten, der nicht an Aufklärung, nur an die Lüge glaubt; der den Einsatz von Gewalt verherrlicht und die Spaltung der Gesellschaft auf Kosten der Unterdrückten weiter vorantreibt.
Die jüngsten Ereignisse sind ein weiteres Beispiel für die Unterdrückung, die sich aus der langen Geschichte des Rassismus in den Vereinigten Staaten nährt.

Aber es geht uns alle etwas an. Überall.

Wir zeigen uns solidarisch mit der Schwarzen Gemeinschaft nicht nur in den USA.

Wir zeigen uns solidarisch mit denjenigen, die ihr Leben riskieren, während sie protestieren, um eine Gesellschaft zu erhoffen, in der das Leben Schwarzer Menschen gleichberechtigte Wertschätzung erfährt.

Damit Veränderungen stattfinden können, ist es von größter Bedeutung, dass wir als Kompanie aufmerksam bleiben, was wir sowohl als Gruppe wie auch als Individuen in unserem unmittelbaren Umfeld, aber auch darüber hinaus tun können, um für Gleichstellung einzutreten.

Rassismus geht uns alle an.

Die Tanzkompanie des Staatstheater Kassel

Johannes Wieland (Tanzdirektor und Hauschoreograf) Lauren Rae Mace (Tanztheaterdramaturgin) Thomaspeter Goergen (Dramaturg Schauspiel und Tanztheater) Inga Scheuvens (Dramaturgieassistentin und Leitung Company Management) Victor Rottier (Trainings- und Probenleiter) Donato Deliano (Probenrepetitor und Musik-Editor/Advisor) Alison Monique Adnet (Tänzerin) Chihiro Araki (Tänzerin) Morgan Bobrow-Williams (Tänzer) Jordan Gigout (Tänzer) Dafni Krazoudi (Tänzerin) Niv Melamed (Tänzer) Safet Mistele (Tänzer) Alessia Ruffolo (Tänzerin) Shafiki Sseggayi (Tänzer) Chris Pascal Englund Braun (Tänzer) GotautėKalmatavičiūtė(Tänzerin) Olha Mykolayivna Stetsyuk (Tänzerin) Cecilia Wretemark (Tänzerin) Sebastian Zuber (Tänzer)

Kassel, June 9th 2020

We are all in this.

The Dance Company of the Staatstheater Kassel, a company with a diverse background of individuals, believes in equality and inclusivity. It is difficult for us and for anyone who stands against discrimination, to see racism unfold in any part of the world, at any point in time, manifested on any level. It is crucial to realize that racism remains present everywhere, also here in Germany.

Within our group, we often discuss the current sociopolitical issues impacting the world. Many of these topics find their way into the pieces that we make so passionately. However, this time around it is different. Discussing the issues within our group is not enough. The violent death of George Floyd and the resulting protests in the United States call for a public statement.

• It is terrifying to see the president of the United States threatening his own people with military forces and the ongoing demonstration of police brutality. This amount of openly racist behaviour is occurring in a country that claims to stand for, and constitutionalize, freedom and democratic values.

• It is devastating to see injustice unfold once again against the Black community in the US. The government's lack of action and interest to break and prevent these recurring patterns of racism is equally disheartening.

• It is appalling to see some police units repeatedly hinder, with brute force, the people and the press from documenting the events. This is bolstered by a president who is known to actively alter factual evidence, support the use of violence, and benefit at the expense of the oppressed population.

The latest tragedy is yet another example of oppression stemming from the long history of racism in the United States.

But it concerns us all, everywhere.

As a group, we stand with the Black community in the US and elsewhere. We stand with all those who are putting their lives in danger while protesting to promote a society where Black lives matter.

In order for change to happen, it is paramount that we as a company remain aware of what we can do, both as a group and as individuals, within our own community and abroad to advocate for equality.

We are all in this.

The Dance Company of the Staatstheater Kassel

Johannes Wieland (Artistic Director and Choreographer in Residence) Lauren Rae Mace (Dramaturg Tanztheater) Thomaspeter Georgen (Dramaturg Acting Department and Tanztheater) Inga Scheuvens (Assistant to the Dramaturg and Head of Company-Management) Victor Rottier (Class- and Rehearsal Director) Donato Deliano (Rehearsal Pianist and Music Editor/Advisor) Alison Monique Adnet (Dancer) Chihiro Araki (Dancer) Morgan Bobrow-Williams (Dancer) Jordan Gigout (Dancer) Niv Melamed (Dancer) Dafni Krazoudi (Dancer) Safet Mistele (Dancer) Alessia Ruffolo (Dancer) Shafiki Sseggayi (Dancer) Chris Pascal Englund Braun (Dancer) GotautėėKalmatavičiūtė (Dancer) Olha Mykolayivna Stetsyuk (Dancer) Cecilia Wretemark (Dancer) Sebastian Zuber (Dancer)

Petition für die sofortige Freigabe der NSU-Akten – Abstimmen ist weiterhin möglich
Nach dem Mord am Kasseler Regierungspräsidenten Dr. Walter Lübcke im letzten Jahr wurde auf change.org eine Petition für die sofortige Freigabe der NSU-Akten gestartet. Anlass der von Kassel ausgehenden Initiative waren die zahlreichen Erkenntnisse über Ungereimtheiten im Rahmen der Ermittlungen gegen den NSU, die im letzten Jahr von Medien- und Pressevertreter*innen veröffentlicht wurden, sowie die politische Entscheidung über den unverhältnismäßig langen Verschluss der NSU-Akten. Die genaue Forderung und die Möglichkeit zur Mitunterzeichnung finden Sie hier:
Als Sprecher der Initiative überreichte Thomas Bockelmann, Intendant des Staatstheaters Kassel, die gesammelten Unterschriften am Montag, den 24. Februar, um 10 Uhr im Regierungspräsidium an den Petitionsausschuss des Hessischen Landtags.

Die Initiator*innen der Gruppe zur Freigabe der NSU-Akten sind Thomas Bockelmann, Lutz Engelhardt, Axel Garbelmann, Michael Lazar, Helmut Plate, Uwe Retting, Ingrid Roberts, Sonja Rossettini und Angelika Umbach.
(aktualisiert: 7. März 2020)

Florian Lutz wird Nachfolger von Thomas Bockelmann
Florian Lutz  tritt sein Amt zur Spielzeit 2021/2022 an und erhält zunächst einen Fünf-Jahres-Vertrag. Er folgt auf Thomas Bockelmann, der seit der Spielzeit 2004/2005 das Staatstheater Kassel leitet. »Das ist eine beherzte und mutige Entscheidung«, sagt Thomas Bockelmann dazu. Er ist überzeugt, dass es eine »zugewandte, reibungslose, gute Stabübergabe« geben wird. Florian Lutz hat sich am Freitag, 22. November, auf einer Pressekonferenz des Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst (HMWK) im Schauspielhaus Kassel vorgestellt.

GMD Francesco Angelico bis 2025 verlängert
Das Land Hessen und die Stadt Kassel gaben bei der Pressekonferenz zudem bekannt, dass Generalmusikdirektor  Francesco Angelico seinen Vertrag über 2021 hinaus um vier Jahre bis 2025 verlängert.
(22. November 2019)

#zusammensindwirstark – Ansprache Thomas Bockelmann
Thomas Bockelmann sprach auf der Kundgebung für Demokratie, Toleranz, Vielfalt und Weltoffenheit, die am Donnerstag, 27. Juni 2019, vor dem Regierungspräsidium Kassel stattfand.
Die darin erwähnte Petition für die Freigabe der NSU-Akten kann unter change.org unterzeichnet werden.


(28. Juni 2019)